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Miyamoto Musashi – der beste Samurai des alten Japans

By on August 23, 2014, in Uncategorized

Miyamoto Musashi (1584-1645) war ein japanischer Rōnin, der als Sohn eines Landsamurai geboren wurde. Er wird als einer der berühmtesten Kensei (ein Weiser des Schwertes) verehrt.

Der Titel des Kenseis bringt so viel Ehre mit sich, dass es nie mehr als einen Kensei zur selben Zeit geben soll.

Sein Kampfstil war für das alte Japan ziemlich unorthodox. Anders als seine Gegner kämpfte Musashi oftmals mit zwei Schwertern.

Musashi selbst schrieb über seinen Kampfstil:

    «… sich der Wirksamkeit der beiden Schwerter bewusst zu werden – darum geht es in der Nito ryu… denn wahr ist, dass man alle Waffen, die man besitzt, gebrauchen sollte, statt sein Leben wegzuwerfen. Zu sterben, mit einer unbenutzten Waffe in seinem Gürtel, das wäre bedauerlich.»

Musashis Lehren finden heutzutage in allen Lebensbereichen Anwendung – als anerkannte Richtlinien und Weisheiten für kluges Handeln.

Miyamoto Musashi – Seine Geschichte Und Wie Alles Begann:

 

Musashis Lehrpfad zum Samurai

Bereits in seinen jungen Jahren wurde Musashi eine ungestüme Wildheit nachgesagt. Gerademal 13 Jahre alt soll er gewesen sein, als er seinen ersten Gegner, Arima Kihei, in einem Wettkampf erschlagen hat – ein im Kampf mit Schwert und Speer geübter Samurai. Mit 16 Jahren liess er seine Heimat Miyamoto hinter sich und begab sich auf eine Art „Kriegerwallfahrt“ quer durch das alte Japan.

Auf seiner Reise nahm er an insgesamt 6 Kriegen auf dem Schlachtfeld teil und hatte mehr als 60 Kämpfe bestritten – darunter mit einigen der begabtesten Kampfkunstexperten (Schwertkämpfer, Stockkämpfer, Speerkämpfer u. a.) des damaligen Japans – und alle gewonnen. Dann mit 28 Jahren legte Miyamoto Musashi sein Schwert nieder, um sich vollends der Suche nach einer tieferen Bedeutung seiner Schwertkampfkunst widmen.

Er ist der Begründer der Niten-Ichiryū-Schule des Schwertkampfes und Verfasser des weltbekannten Buches «Das Buch der fünf Ringe», das seinen Lesern aufzeigt, wie kluges strategisches Handeln auch in der heutigen Berufs- und Arbeitswelt zum Erfolg führt

 

Musashis letztes Duell gegen den besten Samurai seiner Zeit

Sasaki Kojirō (1586 – 13. April 1612) war einer der berühmtesten Samurai Japans. Kojirōs Bekanntheit gründet sich größtenteils auf sein Duell mit Miyamoto Musashi im Jahr 1612. Es fand am Morgen des 13. Aprils statt, und wird in Büchern und Dokumentationen wie folgt beschrieben:

Das Duell war um 8 Uhr morgens auf der kleinen Insel Funajima vereinbart worden. Kojiro erschien pünktlich, aber Musashi war noch nicht anwesend. Während Kojiro wartete, hatte das Duell für Musashi bereits begonnen. Er wusste dass sein spätes erscheinen Kojiro aus dem Konzept bringen würde. Da Kojiro mit seinem Nodachi, welches länger als jedes Katana ist, den Reichweitenvorteil auf seiner Seite hatte, entwarf Musashi ein Holzschwert, das noch ein Stück länger war als ein Nodachi. Er schnitzte es aus dem Ersatzruder des Bootes, welches ihn zum Duell brachte. Mit etwa zwei Stunden Verspätung kam Musashi an, Holzschwert statt Katana in der Hand. Kojiros gestaute Wut entlud sich, er schrie Musashi an: "Du hast Dich verspätet. Warst wohl zu feige?". Im nächsten Moment riß er sein Nodachi aus der Schwertscheide und schleuderte diese ins Meer, worauf Musashi ihm lächelnd erwiderte: "Du hast schon verloren! Oder würde der Sieger seine Schwertscheide wegwerfen?". Von Musashis Provokation weiter verärgert schlug Kojiro zu. Er streifte den Knoten von Musashis Hachimaki Tuch, und wurde im nächsten Moment von dessen Holzschwert mit einem Schlag auf den Schädel niedergestreckt. Kojiro lag am Boden, während Musashi noch in Kampfstellung neben ihm stand. Aus liegender Position erhob Kojiro sein Schwert und brachte Musashi eine Wunde am Oberschenkel bei, bevor er von einem weiteren Hieb des Holzschwertes auf den Brustkorb getroffen wurde, und unmittelbar an den Folgen verstarb.

Es soll Musashis letztes Duell gewesen sein.

Das von ihm entworfene Holzschwert war zu Musashis Lebzeiten ein Unikat. Das Schwert ging später als Suburitō (länger und schwerer als ein Bokken) in Japans Samurai-Geschichte ein.

 

BUCHTIPP:

Das Buch der fünf Ringe – Klassische Strategien aus dem alten Japan von Musashi, Miyamoto.

Dieses Grundlagenwerk der Schwertkunst ist eine klassische Anleitung für strategisches Handeln: Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung von Miyamoto Musashis Weisheiten ist nicht die Technik, sondern die innere Haltung, geprägt durch Entspannung, Offenheit und Klugheit des Herzens. Musashi zeigt in zahlreichen anschaulichen Beispielen und Geschichten, wie kluges strategisches Handeln auch in der heutigen Berufs- und Arbeitswelt zum Erfolg führt.

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